Verleihung Prix ASSITEJ 2026
ASSITEJ Schweiz/Suisse/Svizzera/SvizraAuszeichnung für eine verdiente Persönlichkeit, Gruppe oder Institution für ihr Engagement für das Theater für junges Publikum
LOKREMISE ST.GALLEN
SA, 28.02.2026, 18:30 Uhr
Eintritt frei.
Anmeldung über Ticketing.
Verleihung Prix ASSITEJ 2026
Mit dem Prix ASSITEJ wird eine verdiente Persönlichkeit, Gruppe oder Institution für ein impulsgebendes Engagement zugunsten des professionellen Theaters oder Tanzes für ein junges Publikum ausgezeichnet.
Dieser jährlich vergebene Kulturpreis wird von der ASSITEJ Schweiz ausgerichtet, dem Fachverband der Theaterschaffenden für ein junges Publikum. Die feierliche Verleihung stellt das Schaffen aller für den Preis Nominierten vor und das der Preisträgerin oder des Preisträgers ins Zentrum. Der Anlass zeigt weit über das jungspund-Festival hinaus die Relevanz des Tanz- und Theaterschaffens für Kinder und Jugendliche auf.
Preisträger 2026: Théâtre Am Stram Gram aus Genf
Das Théâtre Am Stram Gram sei ein «Leuchtturm», dessen Licht sich ständig bewege und neue Begegnungen erhelle, hiess es in der Begründung des Fachverbands ASSITEJ Schweiz/Suisse/Svizzera/Svizra. Die künstlerische Praxis sei «grosszügig» und «zutiefst menschlich» und schaffe einen «Raum des Zuhörens und der Verwandlung».
Das Haus zählt zu den bedeutenden Institutionen für Kinder- und Jugendtheater in Europa. Die Leiterin des Zürcher Theaters PurPur, Claudia Seeberger, Trägerin des PRIX ASSITEJ 2024, betonte bei der Preisverleihung: «Kinder merken es sofort. Es ist ihr Haus!» Die künstlerische Leiterin des Schweizer Theatertreffens, Julie Paucker, hob den Stellenwert des Publikums hervor und die immer wieder neu entwickelten Formen der Partizipation. Beim jungspund zeigte das Théâtre Am Stram Gram die Inszenierung «Actapalabra» – eine Hommage an das absurde Theater, die auch den jungspund-Preis der Jugendjury in der Kategorie «Originalität» gewann.
Seit 2021 wird das Théâtre Am Stram Gram vom Schauspieler und Regisseur Joan Mompart geleitet, der den Preis entgegennahm. Gegründet wurde die Compagnie 1974 von Dominique Catton und Nathalie Nath und prägt seitdem das professionelle Theater für junges Publikum in der Schweiz. 1992 erhielt Am Stram Gram ein eigenes Haus im Stadtzentrum, entworfen von den Architekten Peter Böcklin und Predrag Petrovic. Anstatt ein Theater mit repräsentativer Fassade zu bauen, bauten sie 16 Meter in die Tiefe. Für das Publikum führt ein inszenierter Weg von der lauten Strasse hinunter in eine dreistöckige offene Halle. Sie wird von oben durch ein großzügiges Glasdach beleuchtet. Zwei Bühnen, grosszügige Foyers, eine Bibliothek sowie diverse Atelierräume laden das Publikum ein.
Im Rahmen der Preisverleihung ehrte die ASSITEJ zudem alle diesjährigen Nominierten:
| Festival plusQ’île, Biel Gegründet 2011 als Quartierfest erschafft das plusQ’île Festival seit 2015 am Bielersee mit Zirkuszelten und Wohnwagen ein für alle offenes, lebendiges und solidarisches Künstler:*nnendorf, lokal verankert und international ausgerichtet. Das plusQ’île überzeugt als Ort gelebter Inklusion. Kinder und Familien sind Orientierung in allen Festivalbereichen. Das Figurentheater am Luzerner Theater (Co-Leitung Sibylle Grüter und Jacqueline Surer) Die Sparte Figurentheater am Luzerner Theater besteht seit über 40 Jahren und wird seit der Spielzeit 2018/19 von Jacqueline Surer und Sibylle Grüter mit grosser künstlerischer Qualität und Innovationskraft geleitet. Trotz ungewisser Zukunft aufgrund eines bescheidenen Budgets und fehlender räumlicher Perspektiven überzeugt das Figurentheater mit hoher Auslastung, vielfältigen spartenübergreifenden Kooperationen und starker Verankerung in der freien Szene. Es macht die Vielfalt des zeitgenössischen Figurentheaters einem breiten Publikum jeglichen Alters zugänglich. uantuzten theaterkollektiv, Zürich Das uantuzten theaterkollektiv ist jung, wild und arbeitet partizipativ. Hauptanliegen des Kollektivs ist es, Partizipation und Produktion konsequent zusammen zu denken. Von der Recherche bis zur Stückentwicklung arbeiten sie eng mit Kindern zusammen und realisieren deren Anliegen und Ideen. «Austausch mit jungem Publikum fördern, Zusammenarbeit auf Augenhöhe ohne hierarchische Strukturen, Zugänglichkeit schaffen, Raus aus der Komfortzone!» sind Eckpunkte ihres «Uanifestes». Tina Beyeler & Kumpane, Schaffhausen Tina Beyeler agiert als Tänzerin, Choreografin und Tanzvermittlerin, gründete 2003 «Kumpane» und arbeitet an der Schnittstelle zwischen modernem Tanz und Sprechtheater. Seit 2016 steht das junge Publikum im Fokus ihres künstlerischen Schaffens. Zusammen mit dem Autor Andri Beyeler sucht sie nach auch für junge Menschen relevanten Themen, die in einer Vielfalt eigener Ausdrucks- und Bewegungssprachen erlebbar werden. In der Kumpane Black Box suchen und präsentieren junge Menschen den eigenen tänzerischen Ausdruck in einer partizipativen Stückentwicklung. |
